Sport Gala 2011


 

»Ausverkauftes Haus« meldete Stadtsportverbands-Vorsitzender Bernhard Hoppe-Biermeyer zu Beginn der Gala in festlichem Rahmen in der Stadthalle. Für Schmunzeln hatte ein etwa 25 Jahre altes Foto gesorgt, das wenige Tage vor der Gala veröffentlicht wurde. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie zeigte es der Vorsitzende gern allen Gästen.

Zur »Sportlerin des Jahres« ernannte Hoppe-Biermeyer die 18-jährige Karina Büser aus Ostenland. Rein sportlich war der fünfte Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Doppel das Aushängeschild der jungen Badminton-Spielerin des SC Ostenland. »Sie ist das Beste, was der Badmintonsport in Delbrück zu bieten hat«, würdigte sie der Vorsitzende. Mindestens ebenso preisverdächtig aber sei ihr Einsatz darüber

hinaus. Denn Karina Büser, die kurz vor dem Abitur steht, gibt ihr Können gern als Jugendtrainerin an den Nachwuchs weiter. »Dieser Einsatz in dem jungen Alter macht ihre Leistung besonders preiswürdig«, befand Hoppe-Biermeyer.

Nicht so recht für einen Gewinner konnte sich der Stadtsportverband bei den Männern entscheiden. »Ihre Leistungen liegen so dicht beieinander, dass wir gleich drei Preisträger haben«, freute sich Hoppe-Biermeyer über außergewöhnliche Leistungen von Leichtathleten. Ralph Block aus Schöning startet in der Altersklasse M40 für Tricity Paderborn. Auf der Triathlon-Langdistanz (Iron Man) schaffte der 41-Jährige die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke, das 180 Kilometer-Fahrradfahren und den abschließenden Marathon-Lauf in nur 9:45:21 Stunden - eine Spitzenleistung. »Zum Schluss schaltet man den Kopf ab und will nur noch fertig werden«,
freute sich der Geehrte über die Auszeichnung.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden mit Frank Ewen (Sudhagen) und Wolfgang Freitag zwei Marathon-Läufer, die für den Stadtsportverband starten. Der 33-jährige Ewen schaffte mit 2:43:10 Stunden beim Düsseldorf Marathon die schnellste je von einem Delbrücker gelaufene Zeit über die 42,2-Kilometer-Distanz. »Das sind 3:50 Minuten pro Kilometer «, veranschaulichte Hoppe-Biermeyer die Leistung: »Und das 42 mal.« Nur um läppische 16 Sekunden langsamer war - ebenfalls in Düsseldorf - Wolfgang Freitag aus Mastholte. Der 43-Jährige ist allerdings schon zehn Jahre älter als Ewen. Und deshalb gebühre ihm ein ebenso großer Respekt, befand Hoppe-Biermeyer und wurde von kräftigem Applaus aus dem Publikum unterstützt.

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Ganz jung sind die Gewinner des Titels »Mannschaft des Jahres «. Erstmals wurde dabei kein Vereinsteam ausgezeichnet, sondern die Badminton-Mannschaft des Städtischen Gymnasiums. Betreut von ihrer Lehrerin Annkathrin Mentz schafften Niklas Kampmeier, Sebastian Schumacher, Robin Möller, Tobias Sander, Christin Erdmann, Marina Scholand, Martha Scholz, Tobias Isermann und Sonja Bäcker als bestes Team

auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene den Sprung zum Bundesfinale von »Jugend trainiert für Olympia « in Berlin. Dort gelang immerhin Rang fünf - als bestes Nicht-Sport-Gymnasium.

Mit Leib und Seele dem Fußball verschrieben hat sich der gebürtige Kieler Bodo Kirchwehm. Seit 2002 ist er Vorsitzender des SV Sudhagen, von 1980 bis 1996 war er Jugendobmann. Über seinen Verein hinaus engagiert hat er sich als Vorstandsmitglied des Stadtsportverbandes Delbrück (1998 bis 2006) und über die Stadt Delbrück hinaus als Präsident des Kreissportbundes (1996 bis 2001). »Er hat immer gute und vorbildliche
Arbeit geleistet«, brachte es Bernhard Hoppe-Biermeyer auf den Punkt, als er dem »Nordlicht« die Auszeichnung als »Ehrenamtler des Jahres« überreichte.

Für den lustigen Part des Abends sorgte Comedian Abdelkarim «, der sich selbst als »Deutscher mit Migrationsvordergrund« bezeichnet. In Schule und Alltag erwachsen daraus viele Situationen, die - überhöht dargestellt - für machen Lacher sorgten. Selbst sein Vater, so der Bielefelder mit marokkanischen Wurzeln, habe schon Integrationsbereitschaft gezeigt: »Er fuhr einen Golf I, hat ihn aber leider mit einem Neunsitzer verwechselt.«

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete die Einstimmung auf das »Festival des Sports«, das Delbrück vom 1. bis 3. Juli als einer von fünf Finalisten des Wettbewerbs »Mission Olympic« ausrichtet. Den Startschuss gaben Joachim Lehmann (Referatsleiter Marketing und Kommunikation beim Landessportbund) und Margit Budde vom Präsidialausschuss Breitensport im Deutschen Olympischen Sportbund.

 
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