J u r y k o m m e n t a r :

"Deutschlands  aktivste  Stadt  2011"  -  Finalstadt  Delbrück
mo_logo_hoch_web


Bereits in der ersten Wettbewerbsphase konnte Delbrück mit einer guten sportlichen Infrastruktur überzeugen. Mit mehr als 40 Sportanlagen, darunter 12 Sporthallen und 29 Sportplätzen, und über 120 Sportgelegenheiten, wie Bolzplätze, eine Wassersportanlage, Skatingstrecken und Minigolf-Anlagen, bietet Delbrück ein sehr breites Angebot an sportlichen Räumen. 232 Bürger kommen hier auf eine Sportgelegenheit - ein sehr guter Wert. Mit einem Organisationsgrad von rund 40% ist mehr als jeder dritte Bürger in einem Sportverein aktiv. Dies bewertet die Jury sehr positiv. Verbesserungspotential sieht die Jury im Bereich der Sportentwicklung. Hier könnte durch die Erstellung eines Sportentwicklungsplans das Ziel einer sport- und bewegungsorientierten Stadt Delbrück mit den dafür notwendigen zukunftsgerechten Angeboten, Organisationsformen sowie Sport- und Bewegungsräumen weiter vorangetrieben werden. Bisher ist der Bedarf der Sportstätten nur im Rahmen der Schulentwicklungsplanung der Stadt organisiert.

Die von Delbrück eingereichten Sportprojekte zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie entweder schon sehr lange bestehen oder auf sehr lange Zeit angelegt sind. Darüber hinaus zielen sie mit geeigneten Maßnahmen darauf ab, bislang wenig aktive Bürgerinnen und Bürger in Bewegung zu bringen. Beides sind für die Jury sehr wichtige Aspekte. So besteht beispielsweise das Projekt „Radsportsenioren" seit 1992 und richtet sich an Senioren - eine oft sportlich weniger aktive Gruppe. Die eingereichten Projekte werden weiterhin erfolgreich durchgeführt. Das Mission Olympic-Ziel, besonders langfristig orientierte Projekte einer Stadt zu unterstützen, erfüllt Delbrück damit in bemerkenswerter Weise.

Die Art der Aktivierung zahlreicher sportlicher Gruppen und Teams sowie die kreative Gestaltung der Sporttreffs in der zweiten Wettbewerbsphase hat der Jury imponiert. Die104 eingereichten Initiativen stachen vor allem durch Kontinuität und einen hohen Aktivitätsgrad der Teilnehmerinnen und Teilnehmer heraus.

Das Festival des Sports in Delbrück als Finale von Mission Olympic zeichnete sich durch die Einbindung der ganzen Stadt, eine besondere Vielfalt der Sportangebote, innovative Ideen sowie einen herausragenden Schulsportttag aus. Durch die Einteilung des Festival-Areals in Erlebnisfelder schaffte es Delbrück, alle Zielgruppen - Kinder und Jugendliche, Senioren, Menschen mit Behinderung, Familien und Menschen mit Migrationshintergrund - gleichermaßen zu begeistern und das Wochenende zu einem Ereignis für Groß und Klein werden zu lassen. Ein ausgewogenes Verhältnis von klassischen Bewegungsangeboten (wie beispielsweise Volleyballspiele, City-Lauf „Belte Run ´n` Roll") und kreativen, spielerischen Alltagssport-Ideen (Zahn-Löffel-Slalom) begeisterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Besonders hervorheben möchte die Jury bei diesem Finalevent die perfekte Organisation von Seiten der Stadt, die sehr gute Einbindung des Handels, der sich mit vielen Aktionen beteiligt hat, sowie die Integration von neuen und innovativen Sportideen. Insgesamt 211.454 sportliche Aktivitäten sammelten die Delbrücker Bürgerinnen und Bürger an zwei Festival-Tagen. Das entspricht einem sehr guten Aktivierungsgrad der Bürgerinnen und Bürger, die trotz immer wiederkehrender Regenschauer fleißig Aktivitäten für ihre Stadt sammelten.

Insgesamt überzeugte das Festival des Sports in Delbrück als Finale von Mission Olympic die Jury insbesondere durch die Organisation, die Zielgruppenaktivierung und in Bezug auf Vielfalt und Qualität der angebotenen sportlichen Aktionen. Im Sinne von Mission Olympic hat es die Stadt geschafft, Menschen im wahrsten Sinne des Wortes zu „bewegen" und die Bedeutung eines aktiven Lebensstils für jeden Einzelnen zu vermitteln. Die Stadt hat auch nach Beendigung des Festivals dafür gesorgt, dass der Geist von Mission Olympic für mehr Bewegung und Sport in Delbrück weiter lebt. Damit wird das Hauptziel von Mission Olympic, nachhaltig und dauerhaft einen aktiven Lebensstil der Einwohner zu fördern, weiter erfolgreich verfolgt.

 

 

 
delbrueck